Novene zum Ehrwürdigen Diener Gottes Johannes Paul II
Der Ehrwürdige Diener Gottes, Johannes Paul II (Karol Jozef Wojtyla), wurde am 18. Mai 1920 in Polen geboren. Als Kind verlor er seine Mutter und seinen Bruder. Später, im Jahre 1941, verlor er auch seinen Vater. Johannes Paul II wuchs im Glauben und ragte in seinen Studien hervor. 1938 trat Johannes Paul II in die Jagiellonian Universität in Krakau ein. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete der junge Karol in einem Steinwerk und in einer chemischen Fabrik. Im Jahre 1942 begann Johannes Paul II seine Studien in einem Untergrundseminar. Nach dem Krieg setzte er seine theologischen Studien fort und wurde am 1. November 1946 zum Priester geweiht. Bald danach wurde er nach Rom gesandt um Theologie zu studieren. Nachdem er 1948 zurückkehrte arbeitete er in Kirchengemeinden, diente als Studentenkaplan, lehrte an einem Seminar und an der Katholischen Universität von Lublin. 1958 wurde Johannes Paul II von Papst Pius XII zum Weihbischof ernannt und Papst Paul VI erhob ihn zum Erzbischof von Krakau im Jahre 1964 und zum Kardinal im Jahre 1967. Johannes Paul II nahm aktiv am Zweiten Vatikanischen Konzil teil wobei er bei anderen Bischöfen aus der ganzen Welt weithin bekannt wurde. Am 16 . Oktober 1978 wurde Karol Wojtyla zum 263. Nachfolger des Heiligen Petrus gewählt. Er nahm den Namen Johannes Paul II an und begann ein 27 Jahre-langes Pontifikat - eines der längsten in der Geschichte der Kirche.
Johannes Paul II übernahm den See von Petrus zu einer Zeit in der die Welt in zwei Parteien geteilt war und die Menschheit von Atomvernichtung bedroht war. Der neue Papst begann den schwierigen Prozess der Vereinigung zwischen Nationen und verkündete die Botschaft des Evangeliums der Liebe. Indem er die Herzen von Millionen in der ganzen Welt gewann und den Unterdrückten Hoffnung gab, wurde Johannes Paul II das Opfer eines Attentats am 13. Mai 1981.
Johannes Paul verkündete 1338 Selige und 482 Heilige. Er war ungemein arbeitssam und machte 104 apostolische Pilgerreisen wobei er mehr als 130 Länder besuchte. Er schrieb 14 Enzykliken und führte die Kirche in das dritte Jahrtausend. Am 2. April 2005 ging er im Alter von 84 Jahren in das Heim seines Himmlischen Vaters. Johannes Paul II erlebte zwei totalitäre Regierungen - Nazismus und Kommunismus. Er war bei seinem Volk als sie zusammenbrachen. Er nahm am Zweiten Vatikanischen Konzil teil und war ein Führer in der neuen Glaubensverkündigung. Der Ehrwürdige Diener Gottes ist weiterhin bei seinen Menschen und hilft ihnen Gott zu kennen und zu lieben.
Novene zum Ehrwürdigen Diener Gottes Johannes Paul II
Tag 1 - Liebe
Habe den Mut für Liebe zu leben. Die Grösse eines Menschen liegt nicht in seinen Besitzungen sondern darin wer er ist, nicht in was er besitzt sondern was er mit anderen teilt.
(…) Heute ist die Botschaft über die Reinheit des Herzens sehr zeitnahe. Die Kultur des Todes möchte die Reinheit des Herzens zerstören. Eine der Strategien dieser Handlungsweise ist bewusst Zweifel über den Wert der menschlichen Geisteshaltung die wir die Tugend der Keuschheit nennen zu erwecken. Dies ist etwas besonders gefährliches wenn der Angriff auf das sensitive Gewissen von Kindern und jungen Menschen gerichtet ist. Eine Kultur die auf diese Weise die richtige Beziehung zwischen Einzelnen verletzt oder sogar tötet, ist eine Kultur des Todes, denn der Mensch kann nicht ohne wahre Liebe leben (…) Verkündet der Welt “die gute Nachricht” der Reinheit des Herzens und leitet die Botschaft der Kultur der Liebe weiter durch das Beispiel Eures Lebens. Ich weiss wie sensitiv Ihr über Wahrheit und Schönheit seid. Heute
stellt die Kultur des Todes vor Euch, unter anderem, eine sogenannte “freie Liebe”. In dieser Art der Verunstaltung der Liebe erreichen wir die Entweihung einer der meist geschätzten und heiligen Werte, weil Promiskuität weder Liebe noch Freiheit ist. (…) Habt keine Angst auf eine Weise zu leben die im Gegensatz zu modernen Meinungen und Lebensweisen im Konflikt mit Gottes Gesetz stehen. Der Mut des Glaubens ist teuer, aber Ihr könnt nicht spekulieren und Liebe verlieren! Erlaubt niemand Euch zu versklaven! Lasst Euch selbst nicht verführen durch die Illusionen eines Glückfalles für den Ihr einen sehr hohen Preis zahlen müsst, einen Preis von oft unheilbaren Wunden oder sogar eines zerstörten Lebens!
Predigt von Johannes Paul II, Sandomierz, 12/06/1999
Lasset uns beten: Gott unser Vater, um zu Dir zurückzukehren müssen wir Deine Barmherzigkeit, Deine Geduld und gütige Liebe finden welche in Dir keine Grenzen kennt. Unendlich ist Deine Bereitschaft unsere Sünden zu vergeben weil das Opfer Deines Sohnes genau so unbeschreiblich ist. Mit Vertrauen bitten wir Dich den unermüdlichen Zeugen und Apostel Deiner Barmherzigkeit, den Diener Gottes Johannes Paul II, mit der himmlischen Herrlichkeit der Heiligen zu krönen, und lasse uns seiner Fürsprache im Himmel erfreuen, und gewähre uns diese Gnade ... durch Christus unseren Herrn .
Vater Unser ... Gegruesset seist Du Maria .. Ehre sei dem Vater …
Litanei
Tag 2 - Wahrheit
Niemand kann jemand anderem seine eigene “Wahrheit” diktieren. Wahrheit überwältigt nur mit ihrer eigenen Kraft. Seine eigenen Ansichten aufdrängen führt dazu schlechtere inter-persönliche Beziehungen zu schaffen, was Streit und Spannungen erhöht. Somit ist eine der Bedingungen Frieden auf der Welt zu erhalten, die Freiheit des Gewissens von anderen zu respektieren auch wenn sie ganz verschieden von uns denken.
Wahrheit ist das Licht des menschlichen Intellekts. Wenn ein Individuum versucht seit seiner frühen Jugend Realität in ihren vielen Dimensionen zu verstehen, tut er dies um die Wahrheit zu besitzen, um die Wahrheit zu leben. Derartig ist die Struktur des menschlichen Geistes. Hunger nach der Wahrheit ist sein fundamentaler Trieb und Ausdruck. Christus sagt: Du wirst die Wahrheit kennen und die Wahrheit macht Dich frei. Von allen Worten die in den Evangelien erfasst sind gehören diese ohne Zweifel zu den wichtigsten. Denn Er sprach gleichzeitig über den ganzen Menschen. Er sprach darüber was man von innen heraus aufbaut, in den Dimensionen des menschlichen Geistes, angemessen zur Würde und Grösse eines Menschen. Die Würde hängt nicht nur von der Ausbildung eines Menschen ab - selbst einer Universitätsausbildung - und ein ungebildeter Mensch kann sie auch haben. Aber zur gleichen Zeit sollte eine Ausbildung, systematisches Wissen über Realität, dieser Würde einer menschlichen Person dienen. Deshalb sollte sie der Wahrheit dienen (..) Christus’ Worte - Du wirst die Wahrheit kennen und die Wahrheit macht Dich frei - werden ein wahrer Plan. Junge Menschen - wenn wir es auf diese Art sagen können - haben einen angeborenen Sinn für die Wahrheit. Und die Wahrheit sollte der Freiheit dienen: Junge Menschen haben auch ein spontanes Verlangen nach Freiheit. Und was bedeutet es frei zu sein? Dies bedeutet: zu wissen wie Ihr Eure Freiheit in Wahrheit gebraucht - um wahrlich frei zu sein. Wirklich frei zu sein - bedeutet nicht, bedeutet absolut nicht - zu tun was immer ich möchte, zu tun was immer mir gefällt. Freiheit enthält in sich selbst ein Kriterium von Wahrheit, die Disziplin von Wahrheit. Ohne dies ist sie nicht authentisch. Es ist eine Lüge über Wahrheit. Wahrlich frei zu sein - bedeutet - Eure Freiheit für das was wirklich gut ist zu benützen (…) ein Mensch von aufrechtem Gewissen zu sein, verantwortlich zu sein, ein Mensch für andere zu sein.
Apostolischer Brief von Papst Johannes Paul II an die Jugend der Welt
Aus Anlass des Internationalen Jahres der Jugend 1985
Lasset uns beten: Gott unser Vater, vor der Kirche des dritten Jahrtausends öffnet sich ein weites Meer von Glaubensbekenntnissen unserer heutigen Welt. Indem ich an Dich glaube, meine Hoffnung in Christus lege, ist mein Wunsch Ihn nachzuahmen und das Wunder eines reichen Fanges zu erleben. Komme zur Hilfe aller Christen unserer Generation in die Tiefe der Wahrheit, des Guten und der Schönheit zu gehen. Mache unseren Diener Gottes Papst Johannes Paul II einen heiligen Patron der neuen Bekehrung zum Christentum, und durch seine Fürsprache gewähre uns diese Gunst ... Durch Christus unseren Herrn, Amen.
Vater Unser … Gegrüesset seist Du Maria ... Ehre sei dem Vater ...
Litanei
Tag 3 - Die Person
Auf dieser Welt seid die Träger des christlichen Glaubens und der Hoffnung, jeden Tag in Liebe lebend. Seid treue Zeugen des auferstandenen Christus, gebt niemals Grund zu Hindernissen die sich auf den Pfaden Eures Lebens ansammeln. Ich verlasse mich auf Euch. Auf Eure jugendliche Begeisterung und Hingabe an Christus.
Ein Mensch kann nicht ohne Liebe leben. Ein Mensch bleibt ein Wesen das sich nicht selbst verstehen kann, sein Leben macht keinen Sinn wenn Liebe sich nicht in ihm selbst manifestiert, wenn er nicht Liebe begegnet, wenn er sie nicht berühren kann und sie auf irgendeine Art sein eigen macht, wenn er nicht etwas lebendige Teilnahme in ihr findet. Dies ist genau warum Christus der Erlöser (…)eine Gesamtheit des Menschen zum Menschen selbst manifestiert. Dies ist die menschliche Dimension des Mysteriums der Erlösung. “Gott liebte die Welt so sehr dass Er Seinen eingeborenen Sohn hingab so dass jeder der an Ihn glaubt nicht verloren gehen wird sondern das ewige Leben haben wird.” (Jn 3,16) und durch das Sohn-Wort, der Mensch wurde (…)trat Gott in die menschliche Geschichte ein - einer von Milliarden und zur gleichen Zeit nur Einer!
Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf Ihn und wiederholen das Bekenntnis des Heiligen Petrus: “Zu wem sollen wir gehen? Du hast die Worte des ewigen Lebens”, weil nur in Ihm, dem Sohn Gottes, haben wir unsere Rettung. Durch (..) alle Wege der Aktivität mit denen die Kirche sich selbst ausdrückt, müssen wir fortlaufend zu Ihm gehen, der das Haupt ist, zu Ihm “durch den alles ins Dasein kam und Dank Ihm auch wir leben. Die Kirche hört nie auf Seinen Worten zuzuhören, sie offenbart sie erneut, liest jede Einzelheit Seines Lebens. Die Kirche lebt Sein Mysterium, schöpft daraus ohne Atempause und sucht unaufhörlich Wege dieses Mysterium unseres Herren und Meisters einen Teil ihres Lebens zu machen - Menschheit, Nationen, stets neue Generationen, jeden einzelnen. Der Mensch entdeckt in Christus seine eigene Grösse, Würde … und den Wert seiner Menschheit. Der Mensch bleibt im Mysterium der Erlösung neu geltend gemacht, neu verkündet. Neu geschaffen! Ein Mensch der sich selbst neu verstehen möchte (…) näher zu Christus zu kommen, muss mit sich selbst in Ihn eingehen, um die ganze Realität der Menschwerdung und Erlösung zu absorbieren um sich selbst zu finden. Wenn dieser tiefe Vorgang in einem Menschen verwirklicht ist, bringt er nicht nur Früchte hervor um Gott zu preisen, sondern schaut auch sich selbst mit grosser Ehrfurcht an. Ein Mensch muss einen besonderen Wert in den Augen des Schöpfers tragen weil er eines solch mächtigen Erlösers würdig ist da Gott “Seinen eingeborenen Sohn gab damit der Mensch nicht verloren ging, sondern ewiges Leben haben würde” (siehe J 3.16).
Johannes Paul II Enzyklika Redemptor Hominis, 1979
Lasset uns beten: Gott unser Vater, Du bist Liebe und hast uns zuerst geliebt. Dein Sohn wurde Mensch für unsere Rettung, und indem er Seinen Brüdern und Schwestern die Wahrheit über Liebe geoffenbart hat, erlaubte er ihnen sich selbst zu verstehen und den Sinn ihrer eigenen
Existenz zu entdecken. Wir bitten Dich, dass der Diener Gottes Johannes Paul II, ein unermüdlicher Verteidiger der menschlichen Würde, ein guter Hirte der Seelen suchte die in der Verwirrung des Lebens verloren gingen und in Hoffnungslosigkeit stürzten, als ein Vorbild der Heiligkeit vorgestellt wird. Durch seine Fürsprache gewähre uns diese Gunst …. Durch Christus unseren Herrn. Amen.
Vater Unser …. Gegrüsset seist Du Maria….. Ehre sei dem Vater ….
Litanei
Tag 4 - Die Familie
Eine Familie die ihre Stärke von Gott schöpft, wird die Stärke des Menschen und einer ganzen Nation.
Unter den vielen Pfaden im Leben eines Menschen ist die Familie der erste Weg und in vieler Art der wichtigste, die in jedem Augenblick ein besonderer Weg bleibt, der einzige Weg, und ein unwiederholbarer Weg - genau so wie jeder Mensch unwiederholbar ist. Ein Mensch kommt in diese Welt und wird ein Mitglied einer Familie, wächst und entwickelt sich, lernt von Werten. Die Kirche umarmt die Familie in ihrer mütterlichen Sorge weil sie gut weiss dass es genau die Familie ist welche einem Menschen die Grundlage für vollständige Menschlichkeit gibt. Die Familie hat ihren Ursprung in der Art von Liebe mit welcher der Schöpfer die geschaffene Welt umarmt, was bereits im Buch von Genesis (1,1,) “Im Anfang…” ausgedrückt ist. Und sie fand ihre höchste Bestätigung in den Worten von Christus im Evangelium: “So sehr hat Gott die Welt geliebt dass er Seinen eingeborenen Sohn” (J 3, 16). Der eingeborene Sohn, eines Wesens mit dem Vater, Gott von Gott und Licht von Licht, kam in die menschliche Geschichte durch die Familie: Denn durch Seine Menschwerdung vereinte Er sich mit jedem Menschen.
Er arbeitete mit menschlichen Händen (…) Er liebte mit einem menschlichen Herzen, geboren aus der Jungfrau Maria. Er ist wahrlich einer von uns geworden. Er war in allem wie wir ausser Sünde”. Deshalb, wenn Christus “sich selbst in der Fülle eines Menschen dem Menschen selbst offenbart, tut er dies zuerst in der Familie und durch die Familie die Er wählte geboren zu werden und aufzuwachsen. Wir wissen dass der Erlöser wählte einen grossen Teil Seines Lebens in der Verborgenheit von Nazareth zu verbringen indem er “gehorsam” (cf.Lk 2.51) als “der Menschensohn” zu seiner Mutter Maria und dem Zimmermann Joseph war. Ist nicht dieser kindliche “Gehorsam” ein erstes Mass Seines Gehorsams zu Seinem Vater “sogar bis zum Tod” (Flp 2.8) durch welchen Er die Welt erlöste?
Johannes Paul II, Brief an die Familien Gratissimam Sane, 1994
Lasset uns beten: Gott unser Vater, Dein ewiger Plan der Rettung erreichte seine Fülle als Dein gelieber Sohn durch die Heilige Familie in die Welt kam, indem Er durch Seine Geburt jede menschliche Familie heiligte. Wir vertrauen Dir unsere Familien an und alle Familien in der ganzen Welt. Möge Beten ein Teil ihres Lebens sein, reine Liebe, Respekt für Leben, und eine gesunde Fürsorge für die Jugend. Wir bitten Dich demütig, dass der Diener Gottes Papst Johannes Paul II, der unermüdliche Verteidiger der Rechte der Familie, mit der Herrlichkeit der Heiligen gekrönt werden möge. Durch seine Fürbitte mögen wir durch die Gnade …. gestärkt werden. Durch Christus unseren Herrn. Amen.
Vater Unser…. Gegrüsset seist Du Maria …. Ehre sei dem Vater….
Litanei
Tag 5 - Jugend
Ihr müsst Forderungen von Euch verlangen, auch wenn andere keine Forderungen an Euch stellen. Nur indem Ihr Forderungen von Euch selbst verlangt - im Gegensatz zur allgemeinen
Meinung die sagt “Gehe den leichten Weg” - könnt Ihr andere päpstliche Herausforderungen verwirklichen - “mehr zu sein” lieber als “mehr zu haben” wählen. Das heutige “mehr zu sein” eines jungen Menschen ist der Mut voll von Initiative zu bleiben - Ihr könnt davon nicht zurück-treten, die Zukunft eines jeden hängt davon ab - treu einem dynamischen Zeugen von Glaube und Hoffnung.
Meine jungen Freunde - Seid gesegnet! Seid gesegnet zusammen mit Maria die glaubte dass die Worte welche vom Herren zu Ihr gesprochen wurden in Erfüllung gehen werden. Seid gesegnet. Möge das Zeichen der Frau mit der Sonne bekleidet mit Euch gehen. Möge Sie Euch Alle begleiten auf allen Wegen des Lebens. Möge sie Euch zur Erfüllung in Gott führen durch Eure Adoption als Kinder. Wahrlich, wahrlich. Der Herr wird grosse Dinge für Euch tun! Der Herr wird grosse Dinge für uns tun!
Ihr, meine lieben jungen Freunde, Mädchen und Buben, Ihr müsst treue Zeugen sein, mutig in diesen “grossen Dingen” in Euren Kreisen, mit Euren Ebenbürtigen, in allen Umständen des Lebens. Maria, die Jungfrau von Nazareth, die auf jede Inspiration des Heiligen Geistes achtgab, ist bei Euch. Sie die durch ihre grossartige Antwort zu Gottes Plan, durch ihr “möge es an mir getan werden”hat der Welt die lang erwartete Perspektive der Erlösung enthüllt. Indem wir auf die demütige Magd des Herrn blicken, die heute in die Herrlichkeit des Himmels erhoben wurde, sage ich zu Euch mit St. Paul: “Lebet durch den Geist” (Ga 5.16). Lasset den “Geist der Weisheit und des Verstehens, den Geist des Rates und Stärke, des Wissens, der Frömmigkeit und Furcht des Herren (cf Is 11.2) Eure Herzen und Euer Leben durchdringen, und das Angesicht der Erde verwandeln. Erneuert durch die Kraft die von Ihm kommt, werdet die Baumeister einer neuen Welt: einer anderen Welt die auf Wahrheit, auf Gerechtigkeit, auf Solidarität, auf Liebe gegründet ist. Meine lieben jungen Freunde! Empfanget den Heiligen Geist und seid stark!
Johannes Paul II, Predigt zum Abschluss von VI/DM,
Czestochowa, August 15, 1991
Lasset uns beten: Gott unser Vater, seit unserer Jugend hast Du uns eingeladen Dir zu folgen. In Deinem Sohn hat die Jugend einen Meister der lehrt einen neuen Menschen in uns zu formen - geduldig und ausdauernd - um seine Berufung zu entdecken, und wirksam eine Kultur der Liebe zu bauen. Wir beten zu Dir für unsere Jugend dass sie nicht Sklaven von blinden Wünschen und täuschender Liebe werde. Möge der Diener Gottes Johannes Paul II, der die Jugend suchte und sie gegeseitig liebte, ein Vorbild und Patron für sie in der Gesellschaft der Heiligen sein, und für uns bitte ich um diese Gnade ….. Durch Christus unseren Herren. Amen
Vater Unser … Gegrüsset seist Du Maria ….Ehre sei dem Vater…
Litanei
Tag 6 - Sünde
Das grösste Leiden der Menschheit und eines jeden Einzelnen ist die Sünde. Es gibt keinen grösseren Schmerz den man einer Seele zufügen kann als in den Zustand der Todsünde zu stürzen.
Sünde kommt nicht zu einem Abschluss wenn sie die Grenzen des Gewissens eines Menschen erreicht hat, wenn sie von ihnen eingeschlossen ist. Sie ist tief in das ganze Wesen eines Menschen in seiner Beziehung zu Gott eingeschnitten. Diese Beziehung ist jedoch erlösend - das heisst es bedeutet dass “Ich” ein Mensch nicht allein mit meiner Schuld bleibe. Gott der auf eine Weise ein Augenzeuge meiner Sünde ist - Augenzeuge, wenn auch nicht ein sichtbarer - Er ist bei mir nicht nur um mich zu verurteilen. Es ist wahr - Er beurteilt mich mit dem ganz inneren Urteil
meines Gewissens, wenn es nicht zum Schweigen gebracht und niedergedrückt worden ist. Jedoch, dieses Urteil selbst ist bereits erlösend. Wenn man das Böse bei seinem Namen nennt, habe ich dadurch bereits in etwa seine Fesseln gebrochen, mich von ihm entfernt, obwohl ich gleichzeitig weiss, dass dieses Böse, diese Sünde nicht aufhört meine Sünde zu sein. Jedoch, obwohl meine Sünde gegen Gott gerichtet ist, tritt Gott nicht gegen mich auf. Im Augenblick einer inneren Spannung des menschlichen Gewissens, fällt Gott kein Urteil, verdammt mich nicht, Gott wartet darauf dass ich mich an Ihn wende - wie ein liebender Richter, wie zu einem Vater - genau so wie im Gleichnis des verlorenen Sohnes, dass ich Ihm meine Sünde enthüllen möge und mein Vertrauen in Ihm ausdrücke. Auf diese Weise gehen wir von einer Gewissenserforschung zu dem was das Wesen einer Bekehrung und Versöhnung mit Gott ist.
Johannes Paul II, Angelus, Rom, 23. Februar 1986
Lasset uns beten: Gott unser Vater, Sünde ist ein Stachel der Schmerz verursacht und die heiligmachende Gnade tötet. Leiden in Deinem Erlösungsgedanken ist der Weg der zu Dir führt. Dein Sohn durch sein freiwilliges Leiden und Tod am Kreuz nahm auf Sich Selbst all das Böse der Sünde und gab dadurch dem Leiden eine ganz neue Bedeutung. Er führte es in die Ordnung der Liebe ein. Im Namen dieser Liebe der es möglich war Leiden ohne jede Schuld anzunehmen, bitten wir Dich den Diener Gottes Johannes Paul II heiligzusprechen, der während er dem Volk Gottes diente mit dem Stigma des Martyriums gekennzeichnet war. Durch seine Fürsprache gewähre uns diese besondere Gnade …. Durch Christus unseren Herren. Amen.
Vater Unser … Gegrüsset seist du Maria … Ehre sie dem Vater…
Litanei
Tag 7 - Barmherzigkeit
Heute wenn Egoismus, Gleichgültigkeit und Gefühllosigkeit des Herzens sich auf eine furchterregende Art verbreiten, wie intensiv brauchen wir eine Erneuerung der Sensitivität gegenüber des Menschen, seiner Armut und seiner Leiden. Diese Welt ruft nach Barmherzigkeit.
Nichts ist für den Menschen notwendiger als die Barmherzigkeit Gottes - diese sanfte Liebe, Sympathie, welche den Menschen über seine Schwachheit hinaus in die ewigen Höhen von Gottes Heiligkeit erhebt.
Der Mensch - jeder Mensch - ist dieser verlorene Sohn: belastet mit der Versuchung den Vater zu verlassen um unabhängig zu leben, der Versuchung nachgebend, verraten durch diese Leere die ihn faszinierte wie ein Luftbild; allein, verleumdet, ausgenützt, wenn er versucht eine Welt nur für sich aufzubauen; in der Tiefe seiner Not, gequält durch seinen Wunsch zurückzukehren zu seiner Vereinigung mit seinem Vater. Wie der Vater im Gleichnis, so hält Gott Ausschau nach der Rückkehr Seines Sohnes; wenn er zurückkommt umarmt Er ihn und deckt einen Tisch zur Ehre der erneuten Begegnung, dass der Vater und die Brüder die Wiedervereinigung feiern.
Johannes Paul II, Apostolische Exhortation,
Reconciliatio et Penitent, 2. Dezember 1984
“Jesus, ich vertraue auf Dich”. Dieses Gebet, das von vielen Anhängern der Barmherzigkeit Gottes hoch geschätzt wird, drückt treffend die Haltung aus die auch wir wünschen anzunehmen wenn wir uns selbst Deiner Umarmung, Herr, unser einziger Retter, anvertrauen möchten. Wie intensiv möchtest Du geliebt werden, und wer immer in sich selbst die Gefühle Deines Herzens entzündet lernt ein Bauherr der neuen Kultur der Liebe zu sein. Ein einfacher Akt des Vertrauens ist genug den Schleier von Dunkelheit und Traurigkeit, Zweifel und Hoffnungslosigkeit zu durchdringen. Die Strahlen Deiner göttlichen Barmherzigkeit stellen in einer besonderen Art die Hoffnung derjenigen wieder her, die sich durch das schwere Gewicht der Sünde niedergedrückt fühlen. (…)
Maria, Mutter der Barmherzigkeit, gewähre dass unsere Hoffnung die wir in Deinen Sohn, unseren Erlöser legen immer lebendig bleiben möge. Heilige Faustyna, hilf auch Du uns indem wir zuversichtlich in das Gesicht des göttlichen Erlösers blicken, wenn wir mit Dir die Worte wiederholen möchten, “Jesus, ich vertraue auf Dich”. Heute und für immer. Amen.
Vater Unser …. Gegrüsset seist Du Maria …. Ehre sei dem Vater ….
Litanei
Tag 8 - Maria
Inmitten dieses Mysteriums, inmitten dieses Vertrauens im Glauben steht Maria. “Siehe ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe nach Deinem Wort”.
Unsere Liebe Frau von Czestochowa, Mutter des Vertrauens, ich komme wieder zu Dir um Abschied zu nehmen und um Deinen Segen zu bitten für meine Reise. Mutter der Kirche, noch einmal übergebe ich mich selbst in die “Mütterliche Knechtschaft der Liebe” gemäss den Worten meiner Berufung: Totus Tuus! Ich vertraue Dir die ganze Kirche an - überall, auch bis zu den weitesten Enden der Erde! Ich vertraue Dir die ganze Menschheit an und alle Menschen - meine Brüder. Alle Völker und Nationen. Ich vertraue Dir Europa und alle Kontinente an. Ich vertraue Dir Rom und Polen an, vereint durch Deinen Diener durch ein neues Band der Liebe.
Mutter, nimm es an!
Mutter, verlasse uns nicht!
Mutter, führe uns!
Mutter der Kirche und Königin von Polen, verzeihe dass wir Dir nicht alle mehr danken als durch Worte, durch die Stille unserer Herzen. Durch diese Stille werden wir Dir unser Abschieds-Dankesgebet singen.
Johannes Paul II, Erste Apostolische Pilgerfahrt nach Polen,
Czestochowa, 6. Juni 1979
Lasset uns beten: Gott unser Vater, Maria, Mutter Deines Sohnes, höre unser Gebetsanliegen: “Unsere Fürsprecherin, wende Deine barmherzigen Augen zu uns, und die gesegnete Frucht Deines Leibes, Jesus, und nach diesem unserem Exil zeige uns die gebenedeite Frucht Deines Leibes, Jesus. O barmherzige, O mitleidsvolle, O süsse Jungfrau Maria!” Mögen wir Dank darbringen für den Diener Gottes Papst Johannes Paul II, völlig hingegeben an Maria, treu und bis zum Ende die Mission erfüllend die ihm vom Auferstandenen gegeben war - nimm an die Früchte seines Lebens und Dienstes, im Himmel gib ihm die Krone des heiligen Seelsorgers,
und uns gewähre diese Gnade ….. Durch Christus unseren Herrn. Amen
Vater Unser … Gegrüsset seist Du Maria …. Ehre sei dem Vater …
Litanei
Tag 9 - Die Eucharistie
Die Eucharistie ist das grösste Geschenk und Wunder weil das Mysterium des Todes und der Auferstehung Christi - die Erlösung der Menschheit - darin gegenwärtig ist.
Die Kirche lebt dank der Eucharistie. Diese Wahrheit drückt nicht nur die tägliche Erfahrung
des Glaubens aus, sondern enthält in sich selbst das Wesen des Mysteriums der Kirche. Auf
viele verschiedene Weisen erfährt die Kirche freudig das Versprechen das endlos verwirklicht wird: “Und siehe, Ich bin immer bei Euch bis ans Ende der Welt”. (Mt 28, 20). Dank der heiligsten Eucharistie in welcher sich die Transsubstantiation von Brot und Wein in den Leib
und das Blut unseres Herrn ereignet, frohlockt die Kirche in dieser Gegenwart auf eine sehr besondere Weise.
Die Kirche erhielt die Eucharistie von Christus ihrem Herrn als das grösste Geschenk weil es sein eigenstes Geschenk ist, von Seiner eigenen Person in Seiner heiligen Menschlichkeit, als auch ein Geschenk Seiner erlösenden Tat. Es ist nicht auf die Vergangenheit begrenzt da “Er
der Christus ist, was Er getan und was Er für die ganze Menschheit gelitten hat, teilnimmt an der Ewigkeit Gottes, alle Zeiten überschreitet und ständig gegenwärtig in ihnen ist..” Nochmals möchte ich Euch an diese Wahrheit erinnern, liebe Brüder und Schwestern, indem ich mit Euch dieses Geheimnis verehre: ein grosses Geheimnis, das Geheimnis der Barmherzigkeit. Welch grösseres Gut könnte Jesus für uns tun? Wahrlich, Liebe die selbst “bis zum letzten Ende” geht (cf.J 13,1), Liebe die sich uns in der Eucharistie offenbart, Liebe die keine Grenzen kennt.
Johannes Paul II, Enzyklika Ecclesia de Eucharistia, 17. April 2003
Lasset uns beten: Gott unser Vater, Dein Sohn liebte uns bis ans Ende und blieb bei uns in der Eucharistie. Möge uns das Amen, das wir in der Gegenwart von Leib und Blut unseres Herrn aussprechen, bewegen unseren Brüdern die nach Liebe hungern demütig zu dienen. Mögest Du gepriesen werden im leuchtenden Beispiel dieser Liebe wie sie von Deinem Diener Gottes Papst Johannes Paul II vorgelebt wurde. Weil Kommunion mit der Kirche der Erlösten im Himmel ausgedrückt und gestärkt in der Eucharistie ist, bitten wir Dich Du mögest ihn uns in der Gesellschaft der Heiligen zeigen, und durch seine Fürsprache gewähre uns diese Gnade .... Durch Christus unseren Herrn. Amen.
Vater Unser … Gegrüsset seist Du Maria …. Ehre sei dem Vater…
Litanei zum Ehrwürdigen Diener Gottes Johannes Paul II
Kyrie eleison
Christe eleison
Kyrie eleison
Christus höre uns, Christus gnädig erhöre uns
Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser
Heilige Dreifaltigkeit ein einziger Gott, erbarme Dich unser
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns
Diener Gottes, Johannes Paul II, bitte für uns
Perfekter Jünger Christi
Reichlich beschenkt mit den Gaben des Heiligen Geistes
Grosser Apostel der göttlichen Barmherzigkeit
Treuer Sohn Mariens
Völlig hingegeben an die Mutter Gottes
Standhafter Prediger des Evangeliums
Pilgerpast
Papst der Jahrtausendfeier
Vorbild des Arbeitseifers
Vorbild der Priester
Stärke von der Eucharistie schöpfend
Unermüdlicher Mann des Gebetes
Liebender des Rosenkranzes
Stärke derer die an ihrem Glauben zweifeln
Wünschend dass alle die an Christus glauben vereint sein mögen
Bekehrer von Sündern
Verteidiger der Würde eines jeden Menschen
Verteidiger des Lebens von Empfängnis bis zum natürlichen Tod
Betend für das Geschenk der Elternschaft für die Unfruchtbaren
Freund der Kinder
Führer der Jugend
Fürsprecher der Familien
Tröster der Leidenden
Mannhaft seinen Schmerz tragend
Säer der göttlichen Freude
Grosser Fürbitter für Frieden
Stolz der polnischen Nation
Glanz der Heiligen Kirche
Dass wir treue Nachahmer von Christus sein mögen
Dass wir mit der Kraft des Heiligen Geistes stark sein mögen
Dass wir Vertrauen in die Mutter Gottes haben mögen
Dass wir in unserem Glauben, Hoffnung und Liebe wachsen mögen
Dass wir in Frieden in unseren Familien leben mögen
Dass wir wissen mögen wie man Vergebung schenkt
Dass wir wissen mögen wie man Leiden trägt
Dass wir nicht der Kultur des Todes unterliegen mögen
Dass wir nicht Angst haben und mutig gegen verschiedene Versuchungen kämpfen mögen
Dass er für uns ein Fürsprecher für die Gnade eines glücklichen Todes sein möge
Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns O Herr
Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, gnädig erhöre uns, O Herr
Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, O Herr
Bitte für uns, Ehrwürdiger Diener Gottes, Johannes Paul II
Dass wir würdig werden mögen der Verheissungen Christi
Bitte für uns.
Gebet um gnaden zu erhalten auf die fürsprache des Dieners Gottes Papst Johannes Paul II
O heilige Dreifaltigkeit!
Wir danken dir, dass Du der Kirche Papst Johannes Paul II. geschenkt hast und dafür, dass Du in ihm die Zärtlichkeit Deiner väterlichen Liebe, die Herrlichkeit des Kreuzes Christi und den Glanz des Geistes der Liebe hast erstrahlen lassen. Er hat sich ganz und gar Deiner unbegrenzten Barmherzigkeit sowie der mütterlichen Fürbitte Mariens anvertraut und gab uns so ein lebendiges Bild von Jesus, dem guten Hirten. Er hat uns die Heiligkeit als hohen Maßstab für ein christliches Leben im Alltag aufgezeigt, welches auf diese Weise ein Weg zur ewigen Gemeinschaft mit Dir werden kann. Gewähre uns, wenn es Deinem Willen entspricht, durch seine Fürbitte die Gnade die wir in der Hoffnung erflehen, dass er bald unter Deine Heiligen gezählt wird.
Amen









